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1000-jähriges
Chotyn - eine der historischen Städte der Ukraine. Die Archäologen schätzen die
Entstehung der Stadt auf das achte Jahrhundert.
Dank seiner strategisch günstigen Lage spielte Chotyn eine bedeutende Rolle in
der Geschichte der Ukraine, Moldaus, Polens, des Osmanischen Reiches, des
Russischen Reiches und Rumäniens.
Hotin ist auf die Kreuzung der wichtigen Handelswege aus dem Norden nach den
Süden und aus Osten nach den Westen gegründet. Der Fluss „Dnister“ diente als
Schiffahrtsweg zum Schwarzen Meer und weiter nach Westeuropa und den Nahen
Osten. Die Stadt wurde oft erobert. Mehrmals wurde Chotyn Schauplatz blutiger
Kämpfe. Nicht zufällig wurde hier, an den Ufern des Dnisters, in der zweiten
Hälfte des dreizehnten Jahrhunderts mit dem Bau einer Steinfestung begonnen, die
eine der mächtigen Festigungen im Östlichen Europa wurde.
Ihre Geschichte ist mit vielen historischen Ereignissen verbunden. In 1621 haben
e ukrainischen Kosaken zusammen mit der polnischen Armee einen vernichtenden
Schlag gegen türkischen Armee ausgeteilt, die in jener Zeit die größte Armee der
Welt war und viele Länder Europas beherrschte. Dieser Krieg hat eine
entscheidende Rolle bei der Zerschlagung des Osmanischen Reiches gespielt,
welches einige Jahrhunderte lang die Völker Europas und Asiens beherrschte.
Das Freiheitsliebende Chotyn immer tapfer gegen fremde Eroberer verteidigt. Auf
der leidgeprüfte Erde vom Chotyn fand in 1739 die Schlacht „Stavchanskaja“
statt, die in die Geschichte eingegangen ist als Beispiel der Kampfbrüderschaft
und der Zusammenhalt der slawischen Völker in den harten Jahren des Kampfes
gegen die türkische Herrschaft.
Chotyn war ein bedeutendes jüdisches Zentrum mit ca. 19.000 jüdischen Einwohnern
(auf eine Bevölkerung von 35.000), 36 Synagogen und berühmten jüdischen Schulen.
Bis ins 20.Jahrhundert hinein gab es kaum Ukrainer in der Stadt, dagegen viele
russischsprachige Einwohner.
Die Stadt selbst liegt in einer wald- und wildreicher Umgebung. Der Fluss
Dnister ist sehr fischreich.
Heute ist die Hotin-Festung nicht nur in der Ukraine berühmt. Hier wurden schon
über 50 verschieden Filme gedreht (z.B. „Zaharij Berkut“, „Schwarzer Pfeil“,
„Das Löwen Grab“, „Na wojne kak na wojne“, „Rusalka“ - der Film wurde im Jahr
2008 auf der Berlinale in Berlin präsentiert).
Die Jahrzehnte vergehen, aber die Stadt über dem Dnister Fluss altert nicht. Die
neuen Generationen vermischen die guten Traditionen der Vergangenheit mit den
eigenen Streben und schaffen so ihre Gegenwart und die Zukunft.
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