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  Czernowitz lädt ein

 

Im ukrainischen Karpatenvorland liegt die Kreisstadt Czernowitz (Tscherniwzi) mit ca. 240 000 Einwohnern. Auf den Hügeln eines malerischen Tals des Flusses Pruth gegründet, verlockt sie mit einer herrlichen Landschaft, mit Denkmälern, ihrer tausendjährigen multinationalen Kultur und einer zauberhaften Atmosphäre ihrer altertümlichen Straßen und Plätze. Durch diese Straßen und Plätze bummelnd, spüren Sie sowohl den Geist des vergangenen Europa, als auch die Eigenarten des bukowinischen Milieus.

Es lohnt sich also sehr, einmal hierher zu kommen! Hier begegnen Sie einer aufrichtigen Gastfreundschaft und vielfältigen Ausflugmöglichkeiten. Deutschsprachige Reiseführer helfen Ihnen ins Flair, der ehemals östlichsten Garnisonsstadt der Habsburger Monarchie einzutauchen, der Stadt, die in Verknüpfung verschiedener konfessioneller und kultureller Traditionen geschaffen und von berühmten Dichtern und Malern besungen ist.

Czernowitz ist durch seine geographische Lage sowie auch durch seine geschichtliche Entwicklung schon immer dazu berufen, eine bedeutende Rolle in den West-Ost-Beziehungen zu spielen. Die Stadt liegt in 248 m Höhe in einem gewellten, von Wäldern und Feldern umgebenen Gebiet, überwiegend am rechten Ufer des Pruth, linksseitig befindet sich der Stadtteil Sadhora. Er bildet einen der 3 Stadtbezirke, die anderen 2 sind die Bezirke Perschotrawnewe und Schewtschenko.

Heute ist diese Universitätsstadt ein wichtiges Bildungs-, Wissenschafts- und Kulturzentrum. Das heutige Czernowitz ist ein einmaliges urbanistisches Panorama, mit dem Kolorit verschiedener Kulturen. Mit einem aktiven geschäftlichen und intensivem geistigen Leben. Das historische Pflaster von Czernowitz und moderne komfortable Hotels warten auf ihre Gäste.
 

 

     

 
  Ein Einblick in die Geschichte

 

Чернівці - історичний нарис

Das Stadtgebiet von Czernowitz war bereits im zwölften Jh. besiedelt. Diese Siedlung wurde von der, von galizisch-ladomerischen Fürsten auf dem Berg Zezin am linken Pruth-Ufer erbauten Festung, Tschern (zu dt.: Schwarz) verteidigt.

Anfang des vierzehnten Jhs. wächst die Stadt am rechten Prut-Ufer. Mitte des vierzehnten. Jhs. gerät sie unter die Herrschaft Ungarns und später des Moldauischen Fürstentums. 1408 wird Czernowitz zum ersten Mal in einer Urkunde des moldauischen Fürsten Alexander des Guten erwähnt. 1457 wurde die Stadt zum Amtsbezirkszentrum und konnte sich dank ihrer Lage auf dem wichtigen Handelsweg zum Schwarzen Meer erfolgreich entwickeln. Ab 1514 war Czernowitz wie auch die ganze Moldau unter dem Protektorat der Türkei. Die Stadt wurde vorwiegend mit Holzhäusern bebaut, darunter waren auch von den moldauischen Fürsten errichtete orthodoxe Kirchen. In den Jahren des Befreiungskrieges des ukrainischen Volkes hielten sich in Czernowitz die Truppen von Bohdan Chmelnizki zweimal 1650 und 1653 auf.

 

Seit 1774 gehörte Czernowitz zur Österreichischen Monarchie. Es begann eine intensive Bebauung der Stadt mit Steinhäusern, insbesondere im südlichen Teil. Gerade in der Habsburger Periode seiner Geschichte (bis November 1918) erhielt Czernowitz das Gepräge einer mitteleuropäischen Stadt mit der für alle Städte Österreich-Ungarns typischen Architektur und städtischen Infrastruktur. In dieser weit nach Osten liegenden Stadt bildete sich die kosmopolitische polyethnische Bevölkerung heraus. Zum Klima des Habsburger Czernowitz trugen vielfältige konfessionelle und kulturelle Traditionen der Ukrainer, Rumänen, Polen, Juden, Deutschen bei (der deutsche Einfluss war besonders groß).

Bis zum Jahre 1849 gehörte Czernowitz zu Galizien. Danach wurde es zur Hauptstadt der Autonomie. 1866 wurde die Stadt mit der Eisenbahn mit Westeuropa (über Lemberg) verbunden, 1874 wurde die Universität gegründet. Einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung der Czernowitzer Kultur leisteten Wissenschaftler, Schriftsteller, Maler verschiedener Nationen wie: Ju.Fedkowytsch, O.Kobyljanska, M.Iwasjuk, Ju.Pihuljak, M.Eminescu, V.Alexandri, R.F.Keindl, Paul Celan, A.Kochanowska, Rose Ausländer und viele Andere.

Vom November 1918 bis Juni 1940 gehörte Czernowitz zu Rumänien. Nach dem Zweiten Weltkrieg 1945 wurde es zu einer Kreisstadt der UdSSR. Nachdem die Ukraine unabhängig geworden ist, gewinnt die Stadt allmählich ihr altes urbanistisches Kolorit und kehrt wieder an ihre historischen Wurzeln zurück.

Czernowitz erlebte eine kulturelle Blüte während seiner Zugehörigkeit zur österreich-ungarischen k.u.k. Monarchie als Hauptstadt des Kronlandes Bukowina. In der Stadt lebten Ukrainer, Rumänen, Polen, Ruthenen, Juden, Roma und Deutsche. Czernowitz war für seine Malerei und Literatur berühmt - und ist es bis heute - für seine Architektur.

 

 

      

 

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