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Der Kern historisch-österreichischer Bebauung von Czernowitz hat sich um den
zentralen Platz der Stadt gelegt, früher Ringplatz oder Marktplatz genannt. Es
wurde das radiale Prinzip der Anordnung der Strassen um große Plätze übernommen.
Der Zentrale Platz in der Mitte neunzehnten Jh war nur mit ein- und
zweigeschossigen Häusern bebaut. Bis zu unseren Tagen ist das damalige Hotel
„Paris“ erhalten geblieben. Es wird Heute als Einkaufszentrum genutzt und liegt
zentral an der Ecke Hauptstrasse (Golowna) und Russischen Strasse (Russkaja).
Das Haus N 7, in dem das Czernowitz-Handels- und Wirtschaftsinstitut heute
residiert, wurde in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jh. gebaut und wurde
später als Hotel „Unter dem schwarzen Adler“ bekannt. An der Ecke
I.Franka-Strasse und M.Eminesku-Strasse stand das eingeschossige Hotel
„Russland“.
Ein wichtiges Ereignis in der Geschichte der Bebauung des Zentralplatzes und der
Stadt insgesamt, ist eine Errichtung des modernen Rathauses (1847) gewesen, die
das Verwaltungszentrum und das höchste Bauwerk der Stadt wurde. Nach der alten
europäischen Tradition ist es in einem klassischen Stil nach der Toskanischem
Ordnung an der Hauptfassade gebaut. Sie stellt optisch und symbolisch die Idee
des Absolutismus dar. Über dem großen horizontalen Umfang des Baus herrscht der
Hohe Turm mit der Turmuhr - der Monarch und die Staatsangehörigen.
Diese Uhr wurde ständig mit der Zeit in Wien synchronisiert. Es dauerte bis 1862
bis die Stadt nach Magdeburgischen Recht in Selbstverwaltung regiert werden
konnte.
Von Balkon, der von allen Seiten den Turm umgibt, ist die ganze Stadt und das
breite Panorama des Stadtbezirks Sadgora, der sich hinter der Flus „Pruth“
befindet, gut sichtbar. Natürlich war der Balkon in jene Zeiten kein
Aussichtspunkt. Er wurde hauptsächlich zur Entdeckung von Bränden verwendet. Die
Uhrwachen haben Tag und Nacht Wache gehalten und mögliche Brände mit der Glocke
gemeldet.
Neben dem Rathaus auf der Zentralen Platz befindet sich das ehemalige Hotel
„Bellevue“ (1865 Jh.) und das Haus der ehemaligen Bank „die Drei Kronen“ (1878
Jh.), zurzeit die Filiale der Ukrainischen Nationalbank. Dahinter befindet sich
das Café „Habsburg“ (1898 Jh).
Mit dem Abschluss der Bebauung des Zentralplatzes im Jahre 1901, mit den Häusern
der Sparkassendirektion (Zentraler Platz 10) wurde das Ende der Jugendstilepoche
in der Czernowitzer Architektur eingeläutet. Als Architekt tat sich Hubert
Gessner hervor, der ein talentierter Schüler von Otto Wagner aus Wien war. Heute
ist es hier das Kunstmuseum gelegen. Die Fassade und die Innenansicht dieses
Hauses sind im Geist der Synthese der Künste entstanden: die architektonischen
Formen ergänzen die Skulpturen, die Wandmalerei, die Buntglasfenster, das
Kunstmetall. Das Deckengemälde des Treppenhauses mit den Allegorien des
ökonomischen Blühens wurde durch den bekannten bukovinischen Maler Nikoli
Ivasjuk erschaffen. |